a project by kaj osteroth & lydia hamann







built with indexhibit

  

Drag Kings Kokerei
2015
200 x 160 cm
Öl auf Leinwand


Während der Zeit des Betriebs der Kokerei war Frauen der Zutritt zum Gelände nicht gestattet. Im kulturellen Bilderrepertoire gibt es keine Kokerinnen. Wir wollten gerne im Arbeiterdrag auf der Kokerei Hansa posen. Uns interessiert daran, was es macht, wenn wir uns an die Kokerinnen erinnern, oder auch als Künstlerinnen in die Pose des_r Arbeiters_in queeren und uns mit der harten Arbeit und der damit verbundenen Sexyness identifizieren. Entgegen landläufiger romantischer Vorstellungen, ist ja auch die Arbeit als Künstler_in hart.


  

Streik aus der Küche
2015
140 x 160 cm
Öl auf Leinwand

Ein weiteres Bild, das die unsichtbare und vor allem unbezahlte Arbeit thematisiert, ist der Streik aus der Küche. Die Küche, hier die geschichtsträchtige Frankfurter Küche, interessiert sie als ein Ort der Emanzipation und des potentiellen Scheiterns; denn das erfolgreiche Rationalisieren der Küchenarbeit hatte den Nebeneffekt, die dort verrichteten Tätigkeiten vom Alltag abzugrenzen und unsichtbar werden zu lassen. Diese vermeintlich private Sphäre ist durch mehrere Jahrzehnte feministischer Kämpfe, wie sie international, regional und auch mit den Mitteln der Kunst stattgefunden haben, ein Ort des Widerstands und der Solidarität geworden. Das Repertoire im Kleiderschrank ist eine Hommage an die Künstlerinnen Birgit Jürgenssen und Lorraine O´Grady sowie die Künstlerinnenkollektive Polvo de Gallina Negra, die ihren Zeitgenossen für 24 Stunden das Erleben einer Schwangerschaft und der damit verbundenen körperlichen Wahrnehmungen und Arbeit zugänglich machen wollten, und an die Guerilla Girls, die mit ihren Performances auf die Unsichtbarkeit der Künstlerinnen und PoC im Kunstmarkt hinweisen.


  

Arbeitsalltag
2015
140 x 160 cm
Öl auf Leinwand

In dem Bild Arbeitsalltag fokussieren wir die Arbeit des gegenseitigen Rücken- Schrubbens, unter Bergleuten auch Buckeln genannt. Das Bild basiert auf einem Foto von Willy van Heekern (1935). Das bemerkenswerte an diesem historischen Dokument ist, dass es die Passage von „Arbeiter“ zu „Privatperson“ zeigt. Aus feministischer Perspektive ist dieser „Rahmenwechsel“ mit Sorgearbeit verbunden, also reproduktive Arbeit im weitesten Sinn. Dieser Teil der Arbeit ist selten sichtbar und wird häufig nicht als Arbeit betrachtet. Eine Vorstellung, die die Künstlerinnen verändern wollen. Malereien von Duschenden, mit Rückenschrubben, kennen wir vor allem von David Hockney der in den 70er Jahren in Californien die gemeinsame Häuslichkeit der schwulen Szene gemalt hat, zb. domestic scene, 1977.


  

Unter Tage sind wir alle queer
2015
200 x 260 cm
Öl auf Leinwand


Der Titel dieser Arbeit, wie auch der Ausstellung, steht im Zusammenhang mit der Infragestellung von Solidarität und Ausgrenzung unter Arbeiter_innen. Die Möglichkeit rassistischer Tendenzen im Arbeitsalltag ablehnend, bedient sich die einst in der Region geläufige Aussage „Unter Tage sind wir alle schwarz“ genau dem Vokabular, welches ganz im Gegensatz zur Intention ausgrenzt, festschreibt, degradiert und obendrein zwischen Arbeit und Privatem trennt. Wir klopfen, in Form der Arbeiterin/Hausfrau, die Verantwortung jedes Einzelnen in Bezug auf aktuelle und historische Rollenbilder, Solidarität und Selbstermächtigung ab. Dabei stellen sie die Behauptung in den Raum: Wir sind alle Hausfrauen, wir sind alle queer!



  

Die Lüge des Patriarchats
2015
200 x 260 cm
Öl auf Leinwand


Der Kokerei-Alltag scheint zunächst geprägt von Schweiß, Kraft, Routine, Durchhaltevermögen und Männlichkeit. Frauen hatten zu keiner Zeit Zutritt in die Bereiche dieser schwerindustriellen Lohnarbeit, weder zur schwarzen, noch zur weißen Seite der Kokerei. Das Bild hinterfragt solche Festschreibungen, die womöglich die delikaten, subversiven, vom Mainstream abweichenden Erzählungen ausspart. Es stellt sich die Frage, ob uns die queer-feministische Theorie auf andere Fährten lockt und uns möglichlicherweise auch eine Leichtigkeit mit auf den Weg gibt, um den post-industriellen Ort umzuschreiben? Wie sehen wir die Kokerei mit Blick auf die Hausfrauen, Gastarbeiterinnen, die Reproduktionsarbeit, die immer auch unmittelbar mit der Arbeitskraft vor Ort verbunden war?


  

Stahlrouge
2015
10 Leinwände à 100 x 92 cm
Öl auf Leinwand

Diese Arbeit ist eine Hommage an die Künstlerin Lee Lozano, die in ihren Arbeiten in den 70er Jahren Verbindungen zwischen der Produktion von Männlichkeit und dem Vokabular des Werkzeugs hergestellt hat. Die Pleuelstangen, sehr prominente Teile der Gaskolbenkompressoren der Kokerei Hansa von 1928 bzw. 1938/39 stehen auch für die Unnachgiebigkeit des Materials. Die Maschinen sind noch da und als Denkmale geschützt, die Arbeiter_innen hingegen sind weg. Gleichzeitig knüpfen wir an diese Anlage auch konkrete Fragen zeitgenössischer Erinnerungskultur. Was wird konserviert und somit erinnert? In seiner Überdimensionalität verweisen das Bild auf bestehende Verbindungen und mögliche Lücken. So symbolisiert er auf fast fetischisierende Weise die gängige patriarchale Geschichtsschreibung, die es immer noch nicht schafft, einen Skeptizismus zur kolonialen und kapitalistischen Geschichte der Ausbeutung zu schreiben.





  

Enjoy Drama
2014, Lithographie, 5-farbig
65 x 76 cm
Auflage von 16
in Zusammenarbeit mit
Leshoka Joe Legate
LL Editions
Johannesburg









  

Portrait Büro für Konstruktivismus 2013, Oil on canvas 120 x 165 cm

Self commissioned portrait of the architects Sandra Bartoli and Silvan Linden (bfk).

Selbstbeauftragtes Portrait der Architekt_innen Sandra Bartoli und Silvan Linden (bfk).










  

When I am home alone I am the perfect example of a person...
2013
Watercolor on hand-made paper, framed
125 x 164 cm

This work was created on two separate sheets of paper. Our aim was to visualize and play around with the process and notion of painting together, which we have been exploring in different media and with growing awareness over the last few years. How do we work and think together and how does this shared process finally merge into an image or even into a mutual imaginary? How do we deal with our individual experiences and ideas? With this image we introduced a new method to our practices that we put in place around a theme we had previously engaged with: self-care. Each of us started on one paper. After approximately 10 minutes we would switch sides and continue on what the other had started and so forth. Figures, space, and details were added without verbal communication. We each sought to understand the other through her painted marks alone.

Diese Arbeit besteht aus zwei Bildträgern und sollte eine Auseinandersetzung mit dem Prozess des gemeinsamen Arbeitens und Denkens sein; es dreht sich also um die Frage, wie entstehen gemeinsame Bildwelten, wie verhandeln wir Ideen und individuelle Erfahrungen? Wir haben uns zunächst auf eine Methode verständigt, und auf ein seit längerem verhandeltes Thema: selfcare. Nach nur ca. zehn Minuten wechselten wir regelmäßig die Seiten, und ergänzten, wo die Andere zuletzt Figuren und Raum hinzugefügt hat.









  

SHEROES/ ff
Collective Painting with Lydia Hamann, Mathilde ter Heijne, Antje Majewski, Kaj Osteroth, Jen Ray, Tanja Schomaker, Melissa Steckbauer & Alex Tennigkeit, oil and acrylic on canvas, 70 x 120 cm. Workshop and exhibition in the context of ff Collaborations, Galerie im Körnerpark, Berlin, April 2013)

The concept: Addressing the allegorical nature of female icons of power, their limited placement in visual culture, and born of the desire to stretch and enhance this circumstance, the artists will re-present them by first playfully re-dressing themselves as these figures and will then paint portraits of one another–as a group and on a single canvas–in the characters that each of the artists have individually chosen to embody. The execution will be free and open to interpretation and the public is invited to witness the creation of the communal painting.
Following the invitation to the workshop we added our personal sheroes: two spinach healers, derived from a 15th century etching, as included by Silvia Federici in her book „Caliban and the Witch: Women, the Body and Primitive Accumulation, 2004).











  

Danaë
2012
Watercolor on paper
125 x 160 cm

In this painting we are looking at a group of young people hanging out. This is a common sight that through tiny details slowly gives way to a second layer. As the title indicates, this image is about (in vitro) virtualization; the beam of light floating through the curtain resembles and substitutes the golden rain (rape of the Greek myth figure Danaë by Zeus in the shape of a golden rain), which in the course of art history has changed from being represented as a rain shower to a shower of golden coins – Danaë herself appears more and more to engage in a pleasure seeking seduction.
Returning to the given image, one of the girls is ready for conception. She is surrounded by friends, which feeds into an alternative family concept. The monetary aspect previously mentioned is now linked to contemporary processes of in vitro as a worldwide market with devastating abusive structures. These ladies oppose and question this trend, seeking to find solutions within their circles (“new born gay creation” quote from Credit Card Baby by MEN).

Eine geschlossene Runde, ein sonniger Tag, Entspannung. Eine Szene die zunächst nicht verdächtig ist und erst durch die kleinen Details ihre Bedeutung erhält. Wie der Titel verrät, geht es um (künstliche) Befruchtung, das einstrahlende Licht anstelle des Goldregens (Vergewaltigung der Danae durch Zeus), die zur Empfängnis bereite, liegende Figur inmitten ihr vertrauter Personen, die so, im Geiste eines alternativen Familienkonzepts („new born gay creation“ eine Zeile aus dem Song Credit Card Baby von der Band MEN) auch den Warencharakter dieses Bereichs der Reproduktion und Familienplanung hinterfragen und sichtbar werden lassen. In der Bildgenese dieses mythologischen Sujet wurde im laufe der Jahrhunderte der Gold- zunehmend zum Geldregen und die von Zeus unfreiwillig geschwängerte zunehmend zur genießenden
Empfängerin.







  

we manifest (admiring Lee Lozano, Ines Doujak, Sharon Hayes)
2012, Aquarell auf Papier
145 x 173 cm

galerie future raised the question of the subject of March 8th, inviting us and others to reflect the international wonen´s day. Our drawing/painting we manifest negotiates this field and gives an inside into the many layers solidarity can be enacted. In a gesture, in listening, in discussiong, organizing together and admiring. We developed the figures right on the paper, experimenting unconditionally. Like the title already divulges we cite works of three feminist artists, who we admire, to further the movements practises with radical art.

Die Frage nach dem Subjekt des 8. März wurde von der galerie futura beim Nachdenken über den Weltfrauentag aufgeworfen und an uns herangetragen, worauf hin wir die Zeichnung/Malerei we manifest entwickelten. Uns interessierten diejenigen Frauen, die wie wir lokal eingebettet und interkulturell agierend sich ihren Weg bahnen, ihre Rechte in einer nicht gerechten Welt einfordern und Verantwortung übernehmen. Hier geht es um einen Moment im öffentlichen Raum im Rahmen einer Veranstaltung oder Demonstration. Blicke und Gesten der Solidarität werden ausgetauscht und Diskussionen fortgesetzt. Diese Arbeit war auch ein malerisches Experiment. Die Figuren entstanden direkt auf dem Papier und wurden mit größter Unbedingtheit gemeinsam hergestellt. Künstlerinnen, die wir, wie der Titel preisgibt, bewundern, tauchen durch Zitate ihrer Kunst auf und sind Teil dieser lebendigen Szene.

alpha-nova-kulturwerkstatt & galerie futura, reopening and vernissage “Von Rosen, Nelken, Netzen - Künstlerische Statements zum Weltfrauentag” (Of roses, cloves, webs –artistic statements on the international women´s day), im Flutgraben e.V., March 2012.










  

envy envus envycuum
2012
Crayon on paper
145 x 160 cm

These three girls are posing as graces and are therefore located in a not closer defined space between scenery and nature, connected to each other and to the viewers. They each hold an individual posture and form the strenght of doing things together simultaneously. Refences to western arthistory and painting embed the three female figures, whose slogan to counteract envy culminates in the self-made dadaesque envy envus envacuum herstoria herkulia.

Unsere drei Grazien posieren in einem nicht eindeutig definierbaren Raum zwischen Kulisse und Natur, sind einander verbunden und auf unterschiedliche Weisen den Betrachtenden zugewandt. Sie sind mit einer jeweils eigenen, starken Präsenz und Haltung ausgestattet. Malereizitate und Referenzen der westlichen Kunstgeschichte betten die drei Frauen ein, deren Selbstverortung in dem dadaesken Slogan envy envus envacuum herstoria herkulia zum Ausdruck kommt.









  

Domestic Scene, Berlin
2012
Aquarell auf Papier, 80x115cm










  

Ins Unermessliche (into the vast)
2011
Coloured pencil on Polystyrol
60 x 40 x 24 cm

For the archive “The Secret Cabinet” (a show curated by Cristina Navarro; after some months of being in a hidden place, the exhibition went public at Antje Øklesund, Berlin) we questioned our collaborative artistic practise, the processes we engage in by painting together as well as the performative aspect of being artists. The sculpture contains open questions and returns to art historical icons such as Kahlo, Koether or Manet.









  


  

Haar (Hair)
Haar, 2011, Zeichnungen und Skulptur

Being invited to participate in the exhibition “Cadavre Exquise” in a former bank building in former East of Berlin, we felt encouraged to take a closer look at the rather ordinary theme: hair. We have been discussing the boom of styles, wigs, the cultural diversity of both, the many political aspects assigned to it, meanings and values, parts, additions and abstractions of hair and its subversive potential for self empowerment.
We created a sculptural figure related to a hair extension, which we used as the base for a variety of abstractions on hair styles, partly distinct, partly rather hairy.

Die Einladung bei einer Ausstellung in einer ehemalige Bankfiliale im ehemaligen Osten Berlins teilzunehmen, hat uns zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem profanen Thema Haar inspiriert. Wir diskutierten die Konjunkturen von Frisuren, die Perücke und die ihr zugeschriebenen, oft kulturell konnotierten Werte und Bedeutungen, Haarteile und Haarabstraktionen und, nicht zuletzt, die Subversion, Selbstermächtigung oder Angepasstheit durch Haarstyling. Durch Zeichnungen erarbeitet ist so eine Skulptur entstanden. An ein Haarteil erinnernd, etwas das extern angeeignet und ergänzt wird und bemalt mit unterschiedlichen und ineinander verwobenen Frisuren, Haarigem und Haarschmuck im weitesten Sinne. Ein Schriftzug mahnt die Betrachter_innen zum verantwortungsvollen Kopieren und Teilen von Informationen und Namen.










  

Der Malerinnen Blicke
(The painters gazes)
2009, Inszenierte Photographie, Photo: Sarah Harrison
100 x 65 cm

Looking at painting as such (with its diverse subjectivity, its openly expressed and often tabooed desires and its exclusions) in terms of performativity, we turned towards the self-staging of some well-known female artists and copied their style of expression into a double portrait.

Die Malerei mit ihren diversen Subjekten, offenen und tabuisierten Begehren und Auschlüssen auch als einen performativen Akt begreifend, haben wir uns hier den Selbstinszenierungen bekannter Malerinnen zugewandt und sie im Doppelportrait kopiert.










  

Don´t tell me we wear the same belt
2010, Video, 5 min

For the culmination of his research project at the Arsenal curator and artist Ian White produced "Kopietheater" for Forum Expanded 2010, an experiment in radical cinema, in which film, video, still images, sound, text and performance were simultaneously juxtaposed over the course of unique presentations.

Our contribution was an examination with copying as such, which often follows the envious and/or admiring gaze upon others. Within the feminist discourse, envy in contrast to the cultural historical interpretation has been reframed as a force for the development and construction of identity. Many movies especially those emerging out off Hollywood use envy as a motive that provokes gestures, gazes and partly fatal acts. We take envy and the process of copying as a constructive turn towards self-care and self-empowerment.

Kopietheater ist ein Experiment in radikalem Kino und die Kulmination eines Rechercheprojekts des Londoner Kurators und Künstlers Ian White. Im Kopiertheater werden Film, Video, Stills, Sound, Text und Performance auf radikale Weises zusammengefügt und dadurch zu einzigartigen Collagen montiert, zu einem Theater reproduzierbarer Einheiten, welches sich als fundamentales Kino behauptet.

Unser Beitrag ist eine Auseinandersetzung mit dem Kopieren, welches auf das neidische oder/und bewundernde Blicken folgt. Neid ist in der feministischen Theorie, im Gegensatz zu kulturgeschichtlichen Interpretation als Motor und Trieb für Identitätsentwicklung/ Konstruktion umgedeutet worden. In vielen Filmen vor allem aus Hollywood ist der Neid ein Motiv, welcher Gesten, Blicke und nicht zuletzt Handlungen bis hin zum Mord provoziert. Wir nehmen das Neiden und das Kopieren als eine konstruktive Auseinandersetzung mit den vom Kapitalismus stets zum gegenüber stilisierten Ikonen unserer Zeit, die der Selbstermächtigung vorausgeht.

Ian Whites „Kopietheater“, Berlinale 2010/ Forumexpanded, Kino Arsenal, Berlin, 02/2010









  

don´t dare to move
2009/10
Acryl auf Leinwand
120 x 170 cm

  

you must enter a queer time and space
2009/10
Acryl auf Leinwand
100 x 85 cm

  

we call it: he is free
2009/10
Acryl auf Leinwand
100 x 140 cm

The Fleeing Series contains several works we developed within three years evolving around mutual projects concerning queer space, feminism, and performance. It reflects different levels of production and realities within a self-organized and interdisciplinary working space. Within the painting the banalities of this particular space clashes with the potentials and multiple layered lives of its subjects. Aspects that are emerging from utopian spaces as well as in theoretical concepts. Our figures settle in and between these realities. They find themselves entangled in group dynamic relations and have been equipped by the artists with a variety of possible actions, amongst others radical relaxation and extreme involvement. More over they were equipped with the act of fleeing as a way of playing with utopian ideas of breaking free and questioning the status quo. They could be read as paradoxical interventions, refusal or a necessity of doing.

Die Bildserie entstand vor dem Hintergrund gemeinsamer Projekte zu Queer Space, Feminismus und Performance und reflektiert unter anderem die Produktionsverhältnisse in einem selbstorganisierten und interdisziplinären Arbeitsraum. In den Bildern prallt die Banalität dieses Arbeitsraums auf das Potential und auf die Doppelleben, die utopische Räume und theoretische Entwürfe erzeugen.
Die in und zwischen diesen Realitäten angesiedelten Figuren stehen gruppendynamisch miteinander in Beziehung und wurden von den Künstlerinnen mit verschiedenen Möglichkeiten des Handelns ausgestattet. Zu diesen zählen unter anderem die radikale Entspannung und die totale Partizipation, aber auch der bewusste Akt des Fliehens als ein Spiel mit der Utopie des Break-free. Sie können als paradoxe Intervention, als Verweigerung oder als notwendiges Tun gelesen werden.










  

Fleeing the Arch I
2008
Video,
7 mins